Berlin Steglitz-Zehlendorf

Bierpinsel in Berlin SteglitzSteglitz-Zehlendorf ist der sechste Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 302.535 Einwohner per 31. Dezember 2015.

Der Bezirk mit sieben Ortsteilen im Südwesten Berlins gilt heute als gehobene bzw. wohlhabende Wohngegend mit der höchsten Sozialstruktur, noch vor den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow.

Im Zuge der Neuordnung der zuletzt 1920 für Groß-Berlin festgelegten Verwaltungsbezirke entstand der heute flächenmäßig drittgrößte Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der Berliner Verwaltungsreform am 1. Januar 2001 durch Fusion der früheren Verwaltungsbezirke Steglitz mit seinen Ortsteilen Lankwitz, Lichterfelde und Steglitz, sowie Zehlendorf mit seinen Ortsteilen Dahlem, Nikolassee, Wannsee und Zehlendorf.

Steglitz-Zehlendorf grenzt im Westen an die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam, ferner an die Berliner Bezirke Spandau (nordwestlich), Charlottenburg-Wilmersdorf (nördlich), sowie Tempelhof-Schöneberg im Osten. Hinter der Landesgrenze im Süden liegen Kleinmachnow und Teltow im Landkreis Potsdam-Mittelmark. In ost-westlicher Richtung erstreckt sich der Bezirk über 19 Kilometer und in nord-südlicher Richtung über 9 Kilometer.

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf umfasst sowohl ausgedehnte Erholungsgebiete wie auch unterschiedliche Wohn- und Gewerbelagen. Im Westen finden sich unter anderem Erholungsgebiete wie der Wannsee, der südliche Grunewald mit seinen Seen Krumme Lanke und Schlachtensee, die besonders im Sommer von vielen Berlinern besucht werden. Der Ortsteil Dahlem ist Sitz zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und der Freien Universität. Das Ortsgebiet Zehlendorf hat unterschiedliche Wohnlagen, im Zentrum ein kleines Einzelhandelsgebiet. Das südlich von Dahlem gelegene Lichterfelde ist im nördlichen Teil geprägt von der gründerzeitlichen Villenkolonie Lichterfelde und kleineren Einzelhandelszentren; in Lichterfelde-Süd finden sich teilweise Wohngebiete aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der weiter östlich gelegene Ortsteil Steglitz ist hingegen stärker städtisch strukturiert, wie die Schloßstraße im Ortskern mit der höchsten Ladendichte Berlins zeigt.[5] Sie stellt das Hauptzentrum für die südwestlichen Bezirke der Stadt dar.[6] Das ehemalige Villengebiet Südende ist im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden. Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem liegen, entgegen der eigenen Bezeichnung, im Ortsteil Lichterfelde.

Der westlichste Punkt Berlins befindet sich im Ortsteil Wannsee in der Havel, auf der die Grenze zu Brandenburg verläuft.

Der Bezirk ist sehr unterschiedlich besiedelt. In Steglitz und Lichterfelde, die beide von der Einwohnerzahl her in das oberste Viertel aller 96 Berliner Ortsteile gehören, lebt die Hälfte der Bevölkerung. Wannsee, der größte Ortsteil von Steglitz-Zehlendorf mit fast einem Viertel der Gesamtfläche, ist mit seinen drei Prozent Bevölkerungsanteil sehr dünn besiedelt.

Steglitz-Zehlendorf umfasst eine Reihe von Villensiedlungen und ist gekennzeichnet durch ein relativ hohes Haushaltseinkommen der Bewohner sowie eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote mit 10,1 Prozent (Stand: 30. April 2013).[2] Dahlem, die Seen- und Waldlagen von Zehlendorf und die Villenkolonie Lichterfelde gehören mit zu den beliebtesten Wohnlagen außerhalb der Berliner Innenstadt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung wies mit 46,1 Jahren (Stand: 31. Dezember 2012) den höchsten Wert aller Berliner Bezirke auf, womit Steglitz-Zehlendorf der Bezirk mit den im Durchschnitt ältesten Einwohnern ist (zum Vergleich: Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat mit 37,3 Jahren die jüngste Bevölkerung).

Seite „Bezirk Steglitz-Zehlendorf“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. September 2016, 07:54 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bezirk_Steglitz-Zehlendorf&oldid=158258972 (Abgerufen: 29. Oktober 2016, 10:01 UTC) Lizenz: CC-by-sa-3.0

Berlin Reinickendorf

Berlin TegelReinickendorf ist der zwölfte Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 260.253 Einwohner per 31. Dezember 2015.

Der flächenmäßig fünftgrößte Bezirk von Berlin ist nach dem Ortsteil Reinickendorf benannt. Der Flughafen Tegel befindet sich im gleichnamigen Ortsteil.

Die Bezirke Reinickendorf und Wedding gehörten nach 1945 in der „Vier-Mächte-Stadt“ Berlin zum französischen Sektor und damit zu West-Berlin.

Der Bezirk befindet sich im Nordwesten Berlins. Die Nachbarbezirke sind im Südwesten Spandau, im Süden Charlottenburg-Wilmersdorf, im Südosten Mitte und im Osten Pankow. Der gesamte Norden grenzt an den brandenburgischen Landkreis Oberhavel.

Mit dem Groß-Berlin-Gesetz wurden 1920 die sechs Landgemeinden Reinickendorf, Wittenau, Tegel, Heiligensee, Hermsdorf bei Berlin und Lübars, der westliche Teil der Landgemeinde Rosenthal sowie die Gutsbezirke (bzw. Teile davon) Frohnau, Tegel-Schloss, Jungfernheide-Nord und Tegel-Forst-Nord zum Bezirk Reinickendorf zusammengeschlossen.

Sein Charakter ist von Wäldern und Gewässern geprägt, seine südlichen Teile haben aber in der Bebauung viele Ähnlichkeiten mit dem angrenzenden Ortsteil Wedding des Bezirks Mitte. Darüber hinaus liegt in Reinickendorf die zwischen 1929 und 1931 erbaute Siedlung Weiße Stadt und das von 1963 bis 1974 als Großbausiedlung geschaffene Märkische Viertel in dem über 30.000 Menschen wohnen. In den restlichen Ortsteilen herrscht Einzelhausbebauung vor, die in einigen Bereichen wie Hermsdorf und insbesondere Frohnau auch villenartigen Charakter annimmt.

Die jüngste Entwicklung ist die Ausgestaltung der (Werksarbeiter-)Siedlung Borsigwalde als eigener Ortsteil.

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Seite „Bezirk Reinickendorf“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Oktober 2016, 15:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bezirk_Reinickendorf&oldid=159158845 (Abgerufen: 29. Oktober 2016, 09:57 UTC) Lizenz: CC-by-sa-3.0

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